Open Access für Zeitschriften der Hochenergiephysik

12.12.2013

Nach erfolgreichen Verhandlungen mit Verlagen ist es dem internationalen Konsortium SCOAP3 (Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) unter der Leitung der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) gelungen, nahezu alle bedeutenden Fachzeitschriften aus dem Bereich der Hochenergiephysik mit 1. Jänner 2014 auf Open Access umzustellen. Dadurch werden sämtliche in diesen 10 Zeitschriften veröffentlichten Artikel weltweit kostenlos über das Internet zugänglich sein. Entsprechende Verträge wurden zwischen CERN, Partnern aus 24 Ländern sowie 11 führenden Verlagen und wissenschaftlichen Gesellschaften in Genf unterzeichnet.

Die Beiträge, die die beteiligten Länder an die Verlage zahlen, ersetzen in Zukunft die Subskriptionskosten dieser Zeitschriften. Für die Autoren fallen keine finanziellen Aufwendungen an; das Copyright verbleibt in ihrem Besitz. Die unterzeichneten Verträge ermöglichen eine umfassende Weiterverwendung der wissenschaftlichen Information, unter anderem Text und Data Mining.

Durch die Zusammenarbeit der Kooperation E-Medien Österreich (KEMÖ), der Österr. Zentralbibliothek für Physik (Universität Wien) und der Österr. Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG), die in diesem Projekt auch als nationaler Koordinator agiert, nimmt Österreich als eines der Gründungsmitglieder an diesem für die Open-Access-Bewegung richtungsweisenden Projekt teil. In Österreich wird SCOAP3 durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung FWF, die Bibliotheken der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Universität Innsbruck, der Universität Graz sowie die Österreichische Akademie der Wissenschaften finanziert.

SCOAP3 ist die größte globale Open-Access-Initiative: Das weltweite Konsortium besteht aus über 1.000 Institutionen und umfasst führende nationale und internationale Bibliotheken und Bibliothekskonsortien sowie nationale und internationale Forschungsförderorganisationen und Forschungszentren der Hochenergiephysik.