Open Access Policy der Universität Wien

Die nachfolgende Open Access Policy wurde am 17.Juni 2014 vom Rektorat beschlossen:
 

 

Die Univ. Wien unterstützt Open Access.

Als Unterzeichnerin der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterstützt die Universität Wien die Forderung nach freiem und uneingeschränktem Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet (Open Access). In diesem Sinne beteiligt sich die Universität Wien in Kooperation mit nationalen und internationalen Einrichtungen aktiv an Diskussionen und Verhandlungen zur Umstellung des Publikationswesens auf Open Access.

Neben der systematischen Erfassung der Forschungsleistungen in der Forschungsdokumentation (u:cris) ist die Universität Wien auch bestrebt, Forschungsergebnisse über ihr eigenes elektronisches Publikationsarchiv (u:scholar) besser sichtbar und zugänglich zu machen. Daher gelten folgende Leitlinien:
 

Die Leitlinien der Universität Wien

  • Die Universität Wien erwartet von den bei ihr beschäftigten Forschenden, dass sie von jeder Publikation eine vollständige Fassung in u:scholar, dem universitätseigenen Publikationsarchiv (Institutional Repository), frei zugänglich hinterlegen*, sofern dem keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen.
  • Die Universität Wien empfiehlt ihren Forschenden, ihre wissenschaftlichen Arbeiten in zunehmendem Maße in Open-Access-Zeitschriften zu publizieren, sofern geeignete Journals mit Peer-Review-Verfahren zur Verfügung stehen, insbesondere wenn sie im Directory of Open Access Journals gelistet sind.
  • Die Universität Wien ermutigt Initiativen zur Umstellung von an der Universität Wien herausgegebenen Zeitschriften auf Open Access. Neugründungen von Zeitschriften können künftig nur finanziell unterstützt werden, sofern diese unter dem Open-Access-Modell publiziert werden und in einer externen Evaluation positiv begutachtet wurden.

  

Unterstützende Maßnahmen

Die Universität Wien stellt ihren Forschenden die für das elektronische Publizieren und Archivieren erforderliche Infrastruktur zur Verfügung. Diese wird laufend weiter entwickelt, um ein optimales Zusammenwirken von Forschungsdokumentation, Institutional Repository, internationalen Datenbanken und Fachrepositorien zu gewährleisten.

Die Universität Wien ist bestrebt, ihre Forschenden bei Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften organisatorisch und finanziell zu unterstützen. Für das „Freikaufen“ von Artikeln in Subskriptionszeitschriften („Hybrides Open Access“) werden von der Universität Wien keine zentralen Mittel zur Verfügung gestellt**, solange es keine nachhaltigen Lösungen für das Problem des „double dipping“*** gibt.

Das Open Access Office der Universitätsbibliothek steht allen Forschenden als Ansprechpartner zum Thema Open Access beratend zur Seite und bietet für das wissenschaftliche Publizieren und die Herausgabe von Open-Access-Journals Hilfe an. Die Universitätsbibliothek unterstützt die Forschenden auch bei Rechtsfragen, insbesondere bei der Rechteabklärung, wenn Dokumente in das universitätseigene Publikationsarchiv hochgeladen werden.


Hinweise

* Für Gold-OA-Publikationen kann der Upload nach u:scholar für Forschende entfallen, da diese Publikationen auf der Datenbasis von u:cris vom Open Access Office systematisch in u:scholar eingepflegt werden. Durch Übernahme in die u:scholar-Collection von Phaidra wird eine dauerhafte Zugänglichkeit und Archivierung sowie bestmögliche Verbreitung gewährleistet. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass u:cris das zentrale Portal für Forschungsinformation an der Universität Wien und somit auch primäre Uploadplattform für alle wissenschaftlichen Dokumente wie z.B. Publikationen ist.

** Ausgenommen davon sind Hybridmodellförderungen im Rahmen von OA-Verlagsabkommen.

*** Unter "double dipping" versteht man doppelte Zahlungen an Verlage, d.h. einerseits von Open-Access-Gebühren durch AutorInnen und andererseits von Abonnementgebühren durch Bibliotheken.