Infoseite: Open Access bei EU-Projekten
Offene Wissenschaft ist ein Grundsatz von "Horizon Europe", dem zentralen Förderprogramm der EU für Forschung und Innovation für den Zeitraum 2021 bis 2027. Um den freien Zugang zu Projektergebnissen sicherzustellen, verpflichtet die EU ihre Projektnehmer*innen dazu, wissenschaftliche Publikationen Open Access zur Verfügung zu stellen. Details zum EU-Mandat finden Sie in den nachfolgenden FAQ.
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FAQ zu Open Access bei EU-Projekten (für Horizon Europe)
Die Verpflichtung zu Open Access gilt für wissenschaftliche Publikationen mit Peer Review, die aus dem Horizon-Europe-Programm hervorgehen. Dies gilt auch für Bücher, wenn diese im Rahmen des Veröffentlichungsprozesses einem Peer-Review-Verfahren unterzogen wurde.
Zur Erfüllung des EU-Mandats müssen folgende Punkte eingehalten werden:
- Publikationsplattform: Beiträge müssen in einem vertrauenswürdigen, wissenschaftlichen Repositorium veröffentlicht werden. Dies gilt auch dann, wenn Publikationen ohnehin frei zugänglich sind (z.B. in OA-Zeitschriften). Zur Auswahl stehen disziplinäre Repositorien (z.B. arXiv), multidisziplinäre Repositorien (z.B. Zenodo) oder auch institutionelle Repositorien (z.B. u:scholar für Angehörige der Universität Wien).
- Version: Beiträge müssen in der Verlagsversion ("Version of Record") oder der final akzeptierten Manuskriptversion ("Author Accepted Manuscript") OA angeboten werden.
- Lizenzierung: Beiträge müssen lizenziert werden. Möglich ist eine CC-BY-Lizenz oder Lizenzen mit äquivalenten Rechten (dies gilt auch für akzeptierte Manuskriptversionen). Für Monografien und Langtextformate sind zudem CC BY-NC oder CC BY-ND erlaubt.
- Zeitpunkt: Beiträge müssen spätestens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zur Verfügung gestellt werden ("immediate OA").
Mehr Info:
→ How to comply with Horizon Europe mandate for publications (OpenAIRE)
→ Find a repository to deposit or publish your research in Open Access (OpenAIRE)
→ EU Annotated Grant Agreement (Stand: 1.4.2025, Article 17, S. 382)
- Bezahlt werden dürfen: OA-Gebühren in Gold-Zeitschriften (= fully OA Journals) sowie in anderen "full open access venues"
- Nicht bezahlt werden dürfen: OA-Gebühren in Hybrid-Zeitschriften (also Journals, die OA in Subskriptionzeitschriften anbieten)
Kosten können fallweise im Rahmen unserer OA-Verlagsabkommen übernommen werden. Bitte informieren Sie sich via Journal Eligibility Check und den im Suchergebnis verlinkten Detailseiten zu den Verlagsabkommen, ob eine Förderung bei einem vorliegenden EU Funding möglich ist.
Der OA-Pubikationsfonds der Uni Wien steht für Publikationen aus EU-Projekten nicht zur Verfügung.
Die EU-Kommission stellt mit → Open Research Europe (ORE) eine eigene OA-Veröffentlichungsplattform für wissenschaftliche Publikationen aus EU-Projekten zur Verfügung (als Alternative zu klassischen Zeitschriften). Es fallen keine Autor*innengebühren an.