Plan S: Finale Version nun veröffentlicht

Nach einer Konsultationsphase wurden im Juni 2019 nun die die überarbeiteten Prinzipien und Richtlinien von Plan S veröffentlicht. Unter Berücksichtigung der Feedbacks und Inputs zu Plan S wurden nun entsprechende Übergangsfristen und Anpassungsoptionen eingeräumt, sodass Plan S erst ab 2021 in Kraft tritt (statt wie ursprünglich vorgesehen 2020). Für FWF-Projekte bedeutet dies:

  • Plan S gilt für alle Forschungsprojekte des FWF, die ab dem 1.1.2021 eingereicht werden. Wissenschaftliche Artikel mit Peer Review, die aus diesen Projekten hervorgehen, müssen ohne Zeitverzögerung Open Access gestellt werden. Das wird für die ersten durch den FWF geförderten Projekte etwa ab Ende 2021 oder Anfang 2022 zutreffen. Für andere Publikationsformate wie v.a. Monographien und Sammelbände wird eine verbindliche Richtlinie bis Ende 2021 formuliert werden.
  • Open Access kann dabei auf drei Wegen erfolgen: 1) Publikation in einer Open Access Zeitschrift/Plattform (Gold Open Access) oder 2) Archivierung der Publikation in einem frei zugänglichen Repositorium ohne Embargofristen sowie Verbleib des Copyright bei den AutorInnen (Green Open Access). Den Bedingungen wird auch dann entsprochen, wenn es 3) zwischen den Forschungsstätten bzw. Förderungsgebern und den Verlagen ein Abkommen (transformative agreement) gibt, das den Autorinnen und Autoren erlaubt, Open Access zu publizieren.
  • Wie bereits seit über 15 Jahren wird sich der FWF an der Finanzierung zur Umsetzung von Open Access in Österreich aktiv beteiligen und dort, wo es notwendig ist, seine Förderungen erweitern.

 
Weiterführende Informationen:

>> FWF: Open Access – Finale Version von Plan S publiziert
>> Plan S – Finale Version


Mit Plan S, der ab 1.1.2021 von speziellen Förderorganisationen umgesetzt wird, treten für ProjektnehmerInnen neue Open‑Access-Bedingungen in Kraft, welche die Transformation zu vollständigem und sofortigem Open Access beschleunigen sollen. Plan S wird von den Mitgliedern der sogenannten cOAlition S unterstützt. Zurzeit sind das 18 Förderorganisationen, darunter der FWF. Grundlage für die hier genannten Informationen sind die Leitlinien zum Plan S.


Stand: 4.6.2019